Beim Thema familienfreundliche Unternehmensführung nimmt MEKRA Lang in Ergersheim eine Vorreiterrolle ein und hat damit sehr viel Beachtung und Anerkennung gefunden. Zum Kernbestand der familienfreundlichen Personalpolitik gehört der ganzjährig geöffnete Betriebskindergarten.
Beim Thema familienfreundliche Unternehmensführung nimmt MEKRA Lang in Ergersheim eine Vorreiterrolle ein und hat damit sehr viel Beachtung und Anerkennung gefunden. Zum Kernbestand der familienfreundlichen Personalpolitik gehört der ganzjährig geöffnete Betriebskindergarten.

Familienfreundlichkeit: Praxisbeispiel MEKRA Lang

Für die familienfreundliche Personalpolitik des Unternehmens als integralen Bestandteil der Unternehmensphilosophie bildet unsere Kindertagesstätte Frieda-Lang-Haus für Kinder das Herzstück. Die Betriebserlaubnis für diese zweisprachige Montessori-Einrichtung musste seit der Gründung der Tagesstätte im Jahr 2006 bereits dreimal erweitert werden, von ursprünglich 25 Kinder auf 40, dann auf 50 und Ende 2008 auf 80 Kinder. Um die angemeldeten Kinder aufnehmen zu können, mussten nun die Schulkinder in neue Räume auf dem Betriebsgelände 50 Meter entfernt untergebracht werden. Mitte 2009 ist die Kapazitätsgrenze längst wieder erreicht. Es gibt erneut eine Warteliste, und der Druck, das Frieda-Lang-Haus weiter auszubauen, nimmt zu.

Die stetige Weiterentwicklung unseres Konzeptes und die Überwachung der Nachhaltigkeit unseres Qualitätsanspruches zum Wohle des Kindes sind ein wichtiger Faktor für uns. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass sich die Kinder wohl fühlen, gefördert werden und die Eltern dadurch den Kopf frei haben für die Arbeit, um dann auch entspannt nach Hause zu kommen und sich der Familie widmen zu können. Geht es dem Kind gut, geht es auch den Eltern gut. Dass diese Herangehensweise positiv aufgenommen wird, zeigt sich in der stetig ansteigenden Schwangerschaftsquote bei MEKRA Lang und der immer größeren Nachfrage, vor allem nach Krippenplätzen.

Die Vorreiterrolle des Unternehmens beim Thema familienfreundliche Unternehmensführung manifestierte sich unter anderem darin, dass die Einschätzung der früheren bayerischen Familienministerin Christa Stewens mittlerweile auch in einer Broschüre des Familienministeriums dokumentiert ist, in der MEKRA Lang als Best-Practice-Beispiel im Bereich Frauenförderung und Familienpolitik aufgeführt ist. Die Familienfreundlichkeit des Unternehmens ist mittlerweile überregional bekannt und anerkannt. Dies unterstreicht auch der Besuch der bayerischen Familienministerin Christine Haderthauer. Sie lobte insbesondere die hohe Qualität der Einrichtung und nahm die Anregungen von Geschäftsführerin Susanne Lang zur Praxis gerne mit nach München nahm. Im Jahr 2008 waren drei Fernsehteams zu Gast, die das Thema „Familienfreundliche Unternehmensführung“ zum Thema hatten und im Februar 2009 wurde eine weitere Sendung für den Wirtschaftstreff Bayern zu diesem Themenkreis im Unternehmen aufgezeichnet. Das Mitwirken des Unternehmens bei der Anhörung zur Modifizierung des Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes im Bayerischen Landtag bestätigt zusätzlich die Anerkennung des Unterfangens als Modellprojekt.

Die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer familienfreundlichen Personalpolitik wurden in einer Prognos-Studie umfassend dargelegt. Auch in unserem Unternehmen bestätigt sich, dass Beschäftigte nach der Geburt schneller wieder ins Unternehmen zurückkehren und die Ausfallzeiten dadurch minimiert werden. Gerade in den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist es insbesondere für Alleinerziehende, aber auch für Familien insgesamt wichtig, dass die Kinderbetreuung verlässlich und bezahlbar verfügbar bleibt, damit sich Familie und Erwerbstätigkeit unter einen Hut bringen lassen und damit der Kopf für die Arbeit auch wirklich frei ist. Dies bewirkt eine höhere Leistung und bessere Motivation der Beschäftigten und bedeutet für das Unternehmen damit eine höhere Produktivität.

Allein schon aufgrund des demografischen Wandels wird der Fachkräftemangel langfristig bestehen bleiben und nach der aktuellen Krise verstärkt wieder zum Tragen kommen. Die betriebliche Kinderbetreuung ist hier ein Stück Vorsorge, dass gute Kräfte auch in ihrer Familienphase gehalten werden können. Eine langfristige Personalbindung wird dadurch weiter begünstigt.

Elisabeth Döbler-Scholl, MEKRA Lang