Von „Belebung der Ortskerne“ sprechen die Experten, wenn innerörtliche Anwesen neu genutzt werden. Die Familie Waligura hat mitten in Gollhofen ein sanierungsbedürftiges Anwesen erworben, umgebaut und erneuert – eine Bereicherung für Gollhofen an zentraler Stelle. Ein modernes Einfamilienhaus in einem Wohnbaugebiet ist für die Waliguras keine Alternative.
Von „Belebung der Ortskerne“ sprechen die Experten, wenn innerörtliche Anwesen neu genutzt werden. Die Familie Waligura hat mitten in Gollhofen ein sanierungsbedürftiges Anwesen erworben, umgebaut und erneuert – eine Bereicherung für Gollhofen an zentraler Stelle. Ein modernes Einfamilienhaus in einem Wohnbaugebiet ist für die Waliguras keine Alternative.

In Berlin geboren – mitten im Dorf zu Hause

Jörg Waligura ist in Berlin geboren, aber in Gollhofen zu Hause. Seit vielen Jahren ist er schon ein Gollhöfer und hat als Mittelstürmer etliche Tore für den FC geschossen. Seine aktive Spielerzeit ist vorbei, jetzt trainiert er „nur noch“ die Damenmannschaft. Mitten im Dorf, gleich neben dem Kettenbrunnen, wohnt und lebt Jörg Waligura mit seiner Familie: seiner Frau Alexandra und den Kinder Selina und Simon.

Die Waliguras haben sich einen Traum erfüllt. Sie haben vor einigen Jahren ein kleines Anwesen erworben und mit eigenem Einsatz und kräftiger Nachbarschaftshilfe Haus und Hof saniert, renoviert, um- und ausgebaut. Das Objekt war zuvor ein ausgesprochener Problemfall. Die mannshohe Mauer wurde durch einen niedrigen Zaun ersetzt, statt der düsteren Bäume gibt es jetzt einen freundlichen Hof mit Raum für einen Grillplatz. Und selbstverständlich ist Platz für die Haustiere: Hund, Katze, Meerschweinchen und etliche andere Vierbeiner gehören einfach zum Familienleben. Stufe um Stufe, Raum für Raum haben sie in Angriff genommen und nach ihren Wünschen verändert. Die Grundsubstanz des Hauses blieb erhalten, aber sehr vieles wurde verändert. Am Kettenbrunnen steht jetzt ein kleines Schmuckstück, nichts Übertriebenes, nichts Gekünsteltes, sondern einfach so, wie es den Vorstellungen der Familie entspricht. Das Wichtigste: Es ist an dieser Stelle im Dorf wieder Leben eingekehrt.

Die Familie Waligura ist glücklich, mitten im Dorf zu leben, von bäuerlichen Anwesen umgeben. Hier klagt kein Nachbar, wenn es einmal etwas lebhafter zugeht. Hier stört sich niemand an den Tieren. Hier haben die Kinder viele Freiheiten. Mit einem schönen neuen Haus in einem modernen Wohnbaugebiet möchten die Waliguras nicht tauschen. Das intakte dörfliche Leben, die sozialen Strukturen einer lebendigen Gemeinschaft, die Einbindung in den Fußballverein, die Verlässlichkeit von Freunden, Bekannten und Nachbarn – das bedeutet es, wenn man mitten im Dorf lebt.

Jörg Waligura arbeitet als Berufskraftfahrer für ein Unternehmen im Raum Würzburg. Er hat einen sicheren Arbeitsplatz, zu dem er täglich pendelt. Das findet er auch ganz normal. Seine Frau hat einen Teilzeitjob in einem Landgasthof im Ort selbst gefunden. Leben, wohnen und arbeiten kommen so auf einen gemeinsamen Nenner. Alle sind zufrieden und glücklich. Eine Musterfamilie wollen die Waliguras selbstverständlich nicht sein. Ihr Beispiel aber lädt zur Nachahmung ein. Eine Voraussetzung war die Möglichkeit, das sanierungsbedürftige Anwesen zu einem reellen Preis zu erwerben. Die örtliche Bank hat dies geregelt. Vielleicht ist auch das ein Bespiel – zur Nachahmung empfohlen.