Rainer Mayer und Bettina Sämann leben mit ihren beiden Kindern mitten in Weigenheim. Omas Häuschen war abbruchreif. Sie haben es erneuert...

Computer als Hilfstechnik im Entwurfsprozess

Die bewegte und fließende Gebäudehülle schmiegt sich in das vorhandene Parkgrundstück ein und erzeugt eine intensive Beziehung zur Topografie der bildschönen fränkischen Landschaft. Ziel der räumlichen Gliederung des Wohnhauses ist eine Offenheit der innenräumlichen Bezüge und eine größtmöglichste Freiheit zum vorhandenen Parkgrundstück. Die raumhohe Schauseite zum Park ist vollflächig mit Jalousien bespielbar und steht mit seiner schmalen und geschlossenen Stirnseite von der Zufahrt verborgen. Die Garagen sind durch einen Abfahrt in einen tiefer gelegenen Bereich erreichbar und ordnen sich dem Baukörper unter.  

Das Wohnhaus entfaltet durch seine kunstreiche Oberflächenorganisation eine durchgängige Verbindung der drei Wohnetagen untereinander, erzeugt aber gleichzeitig Raumdifferenzierungen welche traditionelle Raumtrennungen ersetzen. Die Übergänge der einzelnen Nutzungsbereiche sind fließend, die Grenzen nicht klar umrissen. Diese Kontinuität der Deckenflächen ist Ausdruck einer Bewegungsfreiheit welche eine Raumerfahrung zum Leben in und mit der Natur erweitert. Systembedingte Raumtaschen wie eine Musiklounge ermöglichen ruhigere Orte innerhalb eines großen Ganzen. Treppenhäuser werden zu integrativen Elementen und erzeugen diagonale Durchblicke. Im Zusammenspiel von Leichtigkeit und einer zeitlosen Gestaltung verschmelzen innen und außen und lösen tradierte Bilder auf, die von der Stabilität des Hauses erzählen.