Gollhofen: Lebenstraum für Familien, moderne Wohnhäuser liegen um einen alten Dorfkern, in der Mitte der Kettenbrunnen von 1561. Gollachostheim: Ferien im denkmalgeschützten Fachwerkhaus.

Gollhofen

Der Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne ist in der ältesten Gemeinde des Gollachgaus ganz offenkundig:
Der berühmte Kettenbrunnen in der Ortsmitte aus dem Jahr 1561 – ein markantes Wahrzeichen, das in keinem Franken-Bildband fehlt – ist von Anwesen umgeben, deren Dächer Photovoltaikanlagen der neuesten Generation tragen. Dem historisch gewachsenen, bäuerlich geprägten Ortskern ist eine ansehnliche, in den letzten Jahren entstandene Neubausiedlung mit modernen Einfamilienhäusern vorgelagert. Im Blickfeld der weithin sichtbaren evangelischen Pfarrkirche St. Johannis – sie enthält Bauteile aus vorromanischer Zeit – liegt der Industriepark Gollhofen-Ippesheim. Der Nachwuchs besucht einen engagierten Kindergarten – die Tradition aber besteht fort: Getauft werden die Kinder mit Wasser aus dem Bischofsbrunnen, wie vielleicht seit den Zeiten des Frankenmissionars Kilian. Wo früher das Dorfwirtshaus stand, ist heute ein mächtiger Landgasthof platziert, der sich überregionalen Gästen öffnet.

In der Gemeinde mit ihren beiden Ortsteilen Gollhofen und Gollachostheim leben aktuell etwas mehr als 800 Einwohner. Die wenigsten von ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, manche sind in den örtlichen Handwerksbetrieben tätig, die meisten pendeln wohnortnah oder sind in  Unternehmen zwischen Würzburg und Ansbach, Kitzingen und Rothenburg o. d. T. beschäftigt. Gollhofen ist eine Gemeinde mit intakter Infrastruktur und hat Qualitäten als Wohnort. Die Vereine, Freizeiteinrichtungen und Sportmöglichkeiten in beiden Ortsteilen tragen zu einem lebendigen Gemeinschaftsleben bei.

In einer Gemeinschaftsinitiative hat Gollhofen an einem bundesweiten Wettbewerb teilgenommen und wurde in der Saison 2005/06 Sieger in der Solarbundesliga. Dabei wurde die Gemeinde mit den meisten Solarflächen bezogen auf die Einwohnerzahl ermittelt. 605 Quadratmeter Kollektorflächen zur Warmwassergewinnung und eine Gesamtleistung der Photovoltaikanlagen von 751 Kilowatt bei 825 gemeldeten Einwohnern führten Gollhofen damals zum Erfolg. Schon zuvor hatte sich die Gemeinde an der Solarbundesliga beteiligt und Plätze unter den ersten zehn belegt. Treibende Kraft war und ist der „Solarstammtisch“.

Sehenswürdigkeiten in Gollhofen:
Pfarrkirche St. Johannis – vorromanischer Ursprung, Chorgestühl um 1500, Altar, Orgel und Kanzel Mitte 18. Jh.; ehemaliges Schulhaus (1804); dreisäuliger Kettenbrunnen (1561) und Bischofsbrunnen; limpurgisches Zollhaus (1751).

Sehenswürdigkeiten in Gollachostheim:
Die Kirche, die dem Apostel Jakobus und dem Bischof Nikolaus geweiht ist, stammt in ihrem ältesten Teil schon aus dem 9. Jh., in der heutigen Form zur Wehrkirche umgebaut (1609). Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus der Familie Kleinschroth am Kirchplatz aus dem Jahr 1602 wird heute für Ferienwohnungen genutzt und beherbergt Gäste zum Urlaub auf dem Bauernhof.

Zwischen Gollachostheim und Gollhofen liegen historische Mühlen an der Gollach: die Herrnmühle und die Jörgleinsmühle, im Osten von Gollhofen die Stoffelsmühle, urkundlich bereits 1331 erstmals erwähnt.

Die Gemeinde Gollhofen hat einen Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft. Sie ist zusammen mit sieben weiteren Gemeinden Mitglied im Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Gollhofen-Ippesheim und gehört dem Schulverband Lipprichhausen-Gollhofen an.

www.gollhofen.de