Ippesheim – ein Teil vom „Weinparadies“, eine werbewirksame Bezeichnung mit Bezug auf das „Bullenheimer Paradies“. Der „Edengarten“ fügt sich da bestens ein. In Herrnberchtheim die Epitaphe. In Ippesheim Ultraleicht-Fliegen.

Markt Ippesheim

Markt Ippesheim ist die größte Weinbaugemeinde in Mittelfranken und gehört zum „Weinparadies Franken“. An den südlichen Ausläufern des Steigerwaldes wachsen bekannte Lagen wie das „Paradies“ und der „Herrschaftsberg“. Zur Gesamtgemeinde mit rund 1.200 Einwohner gehören auch die Ortsteile Bullenheim und Herrnberchtheim. Weinbau und Landwirtschaft sind die bestimmenden Faktoren. Gemeinsam mit anderen Kommunen des Allianzgebietes gehört die Marktgemeinde Ippesheim dem Zweckverband für das Gewerbegebiet Gollhofen-Ippesheim „GOLLIPP“ an der Ausfahrt 105 der A 7 an.

Die drei Dorfkirchen dominieren das Erscheinungsbild der drei Gemeindeteile. In Bullenheim die trutzige Simultanwehrkirche mit Kirchengarten aus dem 13. Jh. In Herrnberchtheim sind an der Kirchenmauer sehenswerte Epitaphe aus dem 16. Jh. zu entdecken. In Ippesheim ragt die Kirchenspitze hoch hinaus. Das daneben liegende Schloss Lichtenstein dient heute als Rathaus und Kindergarten, das Gewölbe beherbergt den vor allem bei Weingenießern und Ausflugstouristen beliebten „Schlosskeller“.

Die Ippesheimer haben sich etwas Besonderes einfallen lassen: Sie verleasen Weinstöcke. Gegen kleine Münze können die Interessierten ihre eigenen Weinstöcke pflegen und erhalten dann ihren eigenen Wein. Eine ganze Reihe von Heckenwirtschaften erfahren zunehmenden Zuspruch. Die jährlichen Weinfeste in Bullenheim und Ippesheim ziehen Besucher in großen Scharen an.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Bullenheimer Fachwerkrathaus aus dem Jahr 1583, die legendenumwobene Ruine der Kunigundenkapelle auf dem Bullenheimer Berg, der Aussichtsturm des Steigerwaldclubs sowie das Heimat- und Handwerkermuseum in einer früheren Remise des Ippesheimer Schlosses. Wanderfreunde finden mehrere beschilderte Wege, Pferdebegeisterte haben auf einem Reiterhof Aktionsmöglichkeiten und Flugsportfans bietet sich der Sportflugplatz für Ultraleichtmaschinen an.

Die Gemeindemarkungen sind altes Siedlungsland. Ausgrabungen haben zu Tage gefördert, dass der Bullenheimer Berg bereits in der Bronzezeit besiedelt war. Die Befestigungen der Kult- und Fliehburg haben eine Ausdehnung von ca. 1200m bis zu 400m. Es finden sich auch Reste eines Brunnenschachtes und eines mittelalterlichen Burgstalles. Eines der ältesten Zeugnisse der Besiedelung der Gegend ist der überraschende Fund von Überresten der über 6.500 Jahre weiblichen Ureinwohnerin. Sie erhielt den Namen „Ippsi“. Im Rathaus ist ein eigener Museumsraum für sie eingerichtet. Die Ippesheimer prähistorische Kreisgrabanlage zählt zu den sensationellen Funden der vergangenen Jahre in Franken.

Öffentliche Einrichtungen:

  • Mitglied im Schulverband Lipprichhausen-Golllhofen
  • Kindergarten
  • Vereine (Sport und Schützen, Vokal- und Instrumentalchöre, Winzer, Wandern, Ultraleicht-Fliegen)

www.ippesheim.de