Schloss Frankenberg dominiert die Landschaft des südlichen Steigerwaldes. Manche kleine Dorfkirche birgt historsich wertvolle Kunstgegenstände, der Altar in Reusch erinnert an Riemenschneider. „Unsere Bürger sind stolz darauf, Weigenheimer zu sein!“ Bürgermeister Reinhard Kloha sieht darin den Ausdruck einer lebendigen Gemeinschaft, die in allen Ortsteile die Dorferneuerung getragen hat. Ein Beispiel: der neu gestaltete Dorfplatz in Geckenheim.

Weigenheim

Weigenheim mit den zugehörigen Ortsteilen Reusch, Geckenheim und  Frankenberg zählt mehr als eintausend Einwohner – mit steigender Tendenz. Viele junge Familien leben hier. In keiner anderen Gemeinde des westlichen Landkreises ist der Altersdurchschnitt niedriger.

Weigenheim ist ein lebendiger Lebensraum, eine Wohngemeinde mit hohem Freizeitwert und als traditioneller Weinbauort zugleich ein beliebtes Ziel für Besucher aus dem Umkreis, Ausflugsgäste und Touristen. Gastronomie, Winzerstuben, bewirtschaftete Weinbergshütten, Beherbergungsbetriebe und Pensionen erwarten den Gast. Durch umfangreiche Investitionen in Sanierung und Ausbau entsteht mit Gutshof und Schloss Frankenberg ein touristisches Highlight ersten Ranges von überregionaler Attraktivität.

Das „Tor zum Weinparadies“ an den Westhängen des Steigerwaldes liegt in einer malerisch-beschaulichen Erholungs- und Wanderlandschaft. Schloss Frankenberg, die Ruinen Hinterfrankenberg und Hohenlandsberg, die bewaldeten Höhenzüge von Scheinberg und Hohenlandsberg und der charakteristische Kappelberg bilden ein besonderes Panorama. Mit rund 75 ha Rebfläche ist Weigenheim die zweitgrößte Weinbaugemeinde des Landkreises. Ihre Tradition lässt sich urkundlich bis ins Jahr 1261 zurück verfolgen. „Frankenberger Schlossstücke“ ist die bekannteste Lage, es dominieren die typisch fränkischen Rebsorten Silvaner und Müller-Thurgau neben Riesling, Kerner, Weiß- und Spätburgunder und vielen weiteren Weiß- und Rotweinen. Zahlreiche Winzer engagieren sich bei der Selbstvermarktung.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen insbesondere Schloss Frankenberg und die Kirche in Reusch mit einem wertvollen Altar von 1490. In Reusch wurde eine historische Wasserhebeeinrichtung, der 1796 von Mongolfier konstruierte „Hydraulischer Widder“, bei der Dorferneuerung installiert. Zu sehen sind in Weigenheim der denkmalgeschützte „Schwarze Adler“ – ein typisch fränkischer Landgasthof im Fachwerkstil –, die Relikte einer Synagoge als Teil eines Profanbaus, die Zehntscheune und der Herrensee mit der Schafscheune. Der im 18. Jh. trocken gelegte herrschaftliche Fischteich am nordöstlichen Weigenheimer Ortsrand wurde 2008 mit einer Wasserfläche von rund 8000 qm als Landschaftsweiher mit zwei Teichen wiederhergestellt.

In der Gemeinde besteht eine Schäferei mit über 400 Muttertieren. Die Herde zieht in weitem Bogen durch die Fluren der Umgebung – das ist nicht nur ein idyllischer Anblick, sondern vor allem ein Beitrag zur Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft. Die Zellesmühle in der Reuscher Gemarkung ist als Baumschule bekannt, Kenner wissen zudem um den Wert der privaten Parkanlagen, die hier in den vergangenen 40 Jahren geschaffen wurden.

Der Bürgersinn zeigt sich vor allem auch in den Aktivitäten der zahlreichen Vereine in allen Ortsteilen. Weithin bekannt und beliebt ist z. B. der Musikverein Reusch mit einer eigenen Musikhalle. Weit über 450 Mitglieder, darunter 135 Jugendliche, aus 18 Gemeinden betätigen sich im Weigenheimer Sportverein SVV. Acht Jugend- und Kinder- sowie drei Seniorenmannschaften, drei Fußballplätze einschließlich eines Hartplatzes und eine eigene Tennisabteilung mit drei Plätzen bilden ein beachtliches Angebot.

Die Gemeinde Weigenheim unterhält einen Kindergarten. Sie ist zusammen mit sieben weiteren Gemeinden Mitglied im Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Gollhofen-Ippesheim und gehört der Arbeitsgemeinschaft „Weinparadies Franken“ und der lokalen Aktionsgruppe „Südlicher Steigerwald“ an.