Rainer Mayer und Bettina Sämann leben mit ihren beiden Kindern mitten in Weigenheim. Omas Häuschen war abbruchreif. Sie haben es erneuert...
Ein Dorfbrunnen, dessen Schmuck in der Osterzeit weit und breit bestaunt wird, ein hübscher Zaun, eine schmucke Fassade und vor allem eine glückliche Familie. Rainer Mayer und Bettina Sämann leben mit ihren beiden Kindern mitten in Weigenheim. Omas Häuschen war abbruchreif. Sie haben es erneuert. Es ist jetzt ein Schmückstück in Weigenheim. Und vielleicht ein nachahmenswertes Beispiel, wie Dorferneuerung gelingen kann.

Mitten im Dorf leben

„Omas kleines Häuschen – eigentlich war es nur noch abbruchreif!“ Bettina Sämann sagt es rundheraus. Die schmucke Fassade, der idyllische Hof und der sehr wohnliche, sehr behagliche, sehr gemütliche Innenbereich des Hauses erinnern kaum noch an die Zeit vor 1995, als die dreijährige Renovierung des Anwesens aus dem Jahr 1935 mitten in Weigenheim begann. „Manche haben uns für verrückt gehalten.“ Bettina Sämann und Rainer Mayer haben für sich und ihre beiden Kinder Nicolas und Jule eine eigene kleine Welt zum Wohnen und Leben geschaffen. Nicht am Ortsrand in einer Neubausiedlung, sondern mitten im Dorf – die Alternative zum modernen Einfamilienhaus. Renovierung ist fast eine Untertreibung. Das Haus wurde „entkernt“ und grundsaniert, vom Boden bis zum Dach, und auch erweitert.

Das Leben in der Dorfmitte bedeutet für die Familie Mayer das Erleben von Gemeinschaft, die Erfahrung von Nachbarschaft und die Verwurzelung und Verankerung in einem Umfeld, in dem jeder jeden kennt und jeder jedem beisteht. „Etwas anderes als die Dorfgemeinschaft als Mitte unserer Familie können wir uns kaum vorstellen und wollen wir auch nicht“, bekräftigt Rainer Mayer. Er ist zweiter Bürgermeister von Weigenheim und arbeitet als Rettungsassistent in Rothenburg o. d. T. „Kein weiter, sondern ein ganz normaler Weg zur Arbeit, kürzer als bei vielen in den Ballungszentren.“ Bettina Sämann übt ihren Beruf im sozialen Bereich in Teilzeit aus. Sie ist mobil und fährt zu ihrer Arbeitsstelle nach Obernzenn.

Erhalten statt platt machen, Bestehendes erneuern statt Neues entstehen zu lassen – die Familie von Rainer Mayer und Bettina Sämann hat damit Lebensqualität erlangt.