Dr. Griebel zeigt Blas- und Streichinstrumente: Sie bilden bis ins 20. Jh. die Musik zum Tanz. Hochzeitmusik und Wirtshausunterhaltung waren Domäne von Harmonikaspielern, in Oberfranken war ihr Instrument oft eine Konzertina (li.). In der Volksmusik sind neben dem Pianoakkordeon Knopf-Harmonikas beliebt (re. o.). Kontrabass als Fundament der Streichmusik. Ihn gibt es auch als Dreisaiter und in halber Größe (re. u.).
Dr. Griebel zeigt Blas- und Streichinstrumente: Sie bilden bis ins 20. Jh. die Musik zum Tanz. Hochzeitmusik und Wirtshausunterhaltung waren Domäne von Harmonikaspielern, in Oberfranken war ihr Instrument oft eine Konzertina (li.). In der Volksmusik sind neben dem Pianoakkordeon Knopf-Harmonikas beliebt (re. o.). Kontrabass als Fundament der Streichmusik. Ihn gibt es auch als Dreisaiter und in halber Größe (re. u.).

Forschungsstelle für fränkische Volksmusik der Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken

Seit 1981 gibt es die gesamtfränkische Einrichtung, unterhalten von den drei fränkischen Bezirken. Mit umfangreichen, stetig wachsenden Beständen in den Bereichen Lied, Musik und Tanz ist sie zum Dokumentations- und Informationszentrum für historische Gebrauchsmusik in Franken geworden.

Das Notenarchiv beherbergt Tausende Notenbögen, Hefte und Stimmbücher mit Tanz-, Marsch- und Unterhaltungsmusik von ca. 1790 bis in die Gegenwart. Klingende Zeugnisse fränkischer Gebrauchsmusik seit Ende des 16. Jh. finden sich auf Tausenden Schellacks, Vinylplatten und Magnetbändern. Eine Instrumentensammlung dokumentiert den volksmusikalischen Gerbrauch ausgewählter Musikinstrumente. Insgesamt entsteht so ein Bild des Musizierens in der Region, das auch Aktivitäten der Volksmusikpflege einschließt. Die öffentlich zugängliche Fachbibliothek enthält 9.000 Bände zu Instrumenten-, Lied- und Tanzkunde sowie einschlägigen Bereichen der Musikgeschichte und Volkskunde.

Nachlässe von Protagonisten der Volksmusikforschung und -pflege in Franken werden hier betreut. Forschungsergebnisse werden in einer eigenen Veröffentlichungsreihe publiziert, für Wissenschaft und musikalische Praxis. Datenbanken mit über 300.000 Datensätzen erschließen das Archiv und liefern über die Region hinaus Informationen zur Gebrauchsmusik.

Die Institution wird von dem Volkskundler Dr. Armin Griebel und der Musikethnologin Heidi Christ M.A. betreut, unterstützt von Liselotte Lobig, Joachim Glowatzki und Bernd Dittl. Interessenten können die Bestände der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik vor Ort mit fachlicher Unterstützung nutzen. Für telefonische Auskünfte, Beratung und Bestellungen steht das Team von Montag bis Freitag zwischen 9.00 Uhr und 15.00 Uhr gern zur Verfügung.

Dr. Armin Griebel